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ANNO 19

 

ANNO. Das Magazin der Medienjubiläen

Bislang erschienen:
Nr. 1 (2013) bis Nr. 7 (2019)

ISSN: 2196-0364
Auflage: 1.300
Umfang: zwischen 148 und 172 Seiten pro Heft

Hrsg. Prof. Dr. Markus Behmer, Otto-Friedrich-Universität Bamberg

https://www.uni-bamberg.de/kowi/praxisbezug/anno-das-magazin-der-medienjubilaeen/

Anno ist das Printmagazin des Instituts für Kommunikationswissenschaft der Universität Bamberg. Es erscheint einmal im Jahr und stellt besondere Medienjubiläen vor. Runde Geburtstage von großen Publizisten und berühmten Schauspielern werden ebenso gewürdigt wie die Gründungsjubiläen (einst) bedeutender Zeitungen, kurioser Fernsehserien, wegweisender Erfindungen oder das Medienecho weltbewegender Ereignisse. Seit 2013 gibt es das „Magazin der Medienjubiläen“.

Im Dezember 2019 ist die mittlerweile siebte Ausgabe erschienen. 104 Beiträge finden Sie auf den 172 Seiten; 18 Studentinnen und Studenten, 19 Professorinnen und Professoren, 19 weitere Expertinnen und Experten gehören diesmal zur Anno-Autorenschaft. Die Mischung macht’s. Aber nicht die Zahlen sind freilich maßgeblich, sondern die Themen: Wer war noch mal Alexander („Robinson“) Selkirk, wer Hector Savinien de Cyrano? Was bewegte Gerhard Hauptmann zu seinem naturalistischen Meisterwerk? Und wie sprach Zarathustra? Alle Leserinnen und Leser sind eingeladen, die verschiedensten Gedenktage bei der Lektüre des Magazins Revue passieren zu lassen und sich auf eine Zeitreise zu begeben, die in 25-Jahres-Etappen weit in die Vergangenheit führt und von Bamberg bis nach Mexiko und zum Mond reicht. 

Zeitreisende haben – wie fast alle Touristen – wenig Gelegenheit zu verweilen. Kurz sind die meisten Texte daher. Viele Eindrücke können gewonnen werden – und manche Anregung, sich zu vertiefen und auszuspannen von den Strapazen des Hüpfens durch Jahrhunderte. Exotisches gibt es zu entdecken und hoffentlich manch Altvertrautes wiederzufinden. Dabei ist Anno übrigens mehr als eine Zeitschrift: Übers Jahr hinweg werden die Medienjubiläen belgeitet und kurz aufgespießt unter www.facebook.com/annomagazin.

Gründer, Herausgeber und Chefredakteur von Anno ist Prof. Dr. Markus Behmer. Stellvertretende Chefredakteurin und Chefin vom Dienst ist Vera Katzenberger. Anno richtet sich an eine breit gefächerte Leserschaft. Hierzu zählen Redaktionen im gesamten Bundesgebiet mit Schwerpunkt Medien und Kommunikation, Institute und Studierende der Kommunikations- und Medienwissenschaften an vielen deutschen Universitäten und Experten aus dem Feld des Journalismus und der Medienforschung.

Stimmen zum Heft:

„… ich bin völlig geplättet von dem tollen Anno-Heft. Riesen-Kompliment! Mein Eindruck: Das Heft ist nicht nur dicker als die letzten Male, sondern es ist Euch eine noch bessere Mischung aus eher informierenden und eher unterhaltenden Texten gelungen, das Ganze kommt – auch vom Layout her – noch magaziniger daher. Großartig!“
Philipp Grammes (Digitalchef Bayern 2, Bayerischer Rundfunk)

"Das ist ein extrem spannendes Projekt und gerade für Schriftsteller eine Fundgrube."
Markus Orths (Schriftsteller)

„Eine Universitäts-Publikation mit wunderbaren Esprit und voller Überraschungen!"
Klaus Hillingmeier
(Chefredakteur G/Geschichte)

"Nicht nur ein dickes Heft, sondern wirklich gelungen. Lese- und Schaugenuss in einem und sicher das beste Heft der Reihe (wobei ja schon die anderen gut waren). Schön, so tolle Studenten zu haben und einen Seminarleiter, der dafür sorgt, dass das am Ende tatsächlich fertig wird (zum Mitnehmen, zum Vorzeigen; wo hat man das sonst schon)."
Prof. Dr. Michael Meyen (Ludwig-Maximilians-Universität München)

„Ganz herzlichen Dank für ‚Anno‘. Ich find’s toll, es ist eine richtige Wundertüte. Eine wirklich bunte, vielfältige und teils überraschende Mischung von Geschichten und Fotos.“
Uli Brenner (ehem. Leiter der Deutschen Journalistenschule)

„Hut ab, was Ihr da in Bamberg leistet. Habe das Heft sofort meinen Mitarbeitern weitergereicht, die auch begeistert sind.“    
Dr. Roger Münch (Direktor des Deutschen Zeitungsmuseums)

Und Anno ist mehr als eine Zeitschrift: Übers Jahr hinweg werden die Medienjubiläen belgeitet und kurz aufgespießt unter www.facebook.com/annomagazin.

 

Bd. 1: Gesammelte Studien zur Volksaufklärung
BD. 2: Gesammelte Studien zum Literarischen Leben der Goethezeit,
            zur Sozialgeschichte der Literatur, zu den Konfessionskulturen,
            zur Alphabetisierung und zur Nationalbibliographie
            der deutschsprachigen Länder

 

Autor: Reinhart Siegert
Reihe: Presse und Geschichte – Neue Beiträge, herausgegeben von Astrid Blome, Holger Böning und Michael Nagel, Bde. 142 und 143
Verlag: edition lumière
Erscheinungsjahr: 2020
ISBN 978-3-948077-14-3 und 978-3-948077-15-0

https://www.editionlumiere.de/siegert-aufklaerung.html

 

Das Publikationsprojekt macht die Ergebnisse von Studien zur deutschen Buch-, Medien- und Lesergeschichte zugänglich, die in den vergangenen vier Jahrzehnten aus der Feder Reinhart Siegerts zu den Bemühungen der deutschen Aufklärung zur Verbesserung der Volksbildung entstanden sind – von den Zeitgenossen wurde dies als „Volksaufklärung“ bezeichnet. Im Mittelpunkt standen dabei Anstrengungen, mit zum Teil ganz neuen Medien vor allem diejenigen neunzig Prozent der Bevölkerung anzusprechen, die in der Landwirtschaft arbeiteten.

Standen am Anfang ganz neue kurze Anleitungen zur Land- und Hauswirtschaft, so entdeckten die Aufklärer schnell, dass unterhaltsam gestaltete Lesestoffen dazu noch besser geeignet waren. Neben Erzählungen, in die belehrende Teile integriert waren, wurden auch kurze Flugschriften, Kalender, Zeitungen und Zeitschriften genutzt. Die deutsche Aufklärung, so zeigen die Studien, ist weit mehr als ein gekrönter Friedrich, sie ist kein reines Spielwerk von Philosophen und Intellektuellen, sondern geprägt von tausenden Pfarrern, die Vernunft das Wort sprachen und die Erde nicht mehr als Jammertal begreifen mochten. Sie sahen den Menschen in der Pflicht, sein eigenes Schicksal tatkräftig selbst zu gestalten.

Reinhart Siegert hat mit seinen Forschungen maßgeblich zu einem neuen Bild der deutschen Aufklärung beigetragen. Seine interdisziplinär angelegten Arbeiten zur Bildungs- und Mediengeschichte im 18. und 19. Jahrhundert zeigen nachdrücklich, dass die Aufklärung im deutschsprachigen Raum keineswegs auf Selbstaufklärung der Gebildeten und Gelehrten beschränkt blieb, sondern in einer praktischen Reformbewegung mit vielen helfenden Händen und Köpfen der Maxime Rechnung trug, die 1818 ein katholischer Theologe so formulierte: „Eine Aufklärung, die nur den Aufgeklärten aufklärt, und den größten Theil der Menschen, die auf höhere Wissenschaften sich nicht verlegen können und nicht sollen, nothwendig in Finsternissen läßt, verdient schlechterdings den Namen Aufklärung nicht.“

Die Studien bieten zentrale Forschungsergebnisse zur Buch-, Leser-, Medien- und Kommunikationsgeschichte, die bisher weit verstreut nur mühsam zugänglich waren, sie können nun weitere Forschungen zur deutschen Aufklärung befruchten.

Die beiden Bände der Studien stellen eine Einladung ins Zeitalter der Aufklärung dar, eine Einladung in ein Zeitalter, das die Menschen vom „Jammertal“ zum „Himmel auf Erden“ führen wollte. 60 Einzelstudien und über 300 Bilder lassen den Optimismus der Zeit lebendig werden, zeigen aber auch die Grenzen und Restriktionen auf, die die Umsetzung in die Praxis erfuhr.

Diese erfolgte zu einem beträchtlichen Teil erst im 19. Jahrhundert und prägt den deutschen Sprachraum bis heute. Gemeinsames Band der vielfältigen Einzelthemen ist, dass sie aus unverbrauchtem Quellenmaterial der Volksaufklärung geschrieben sind.

wild rrevolutionenÖffentlichkeit in unsicheren Zeiten

Zur Analyse öffentlicher Kommunikation in Revolutionen

Autor: Michael Wild
Verlag: Herbert von Halem
Erscheinungsjahr: 2020
ISBN 978-3-86962-508-9

https://www.halem-verlag.de/oeffentliche-kommunikation-in-revolutionaeren-situationen/

 

 

 

 

 

 

Der Wandel der öffentlichen Kommunikation erhält in Zeiten fundamentaler gesellschaftlicher Veränderungen oftmals einen erheblichen Vorschub – und hat zugleich Anteil daran. In “Öffentlichkeit in unsicheren Zeiten” analysiert der Autor Michael Wild in seiner an der Universität Bamberg entstandenen, 320 Seiten umfassenden Doktorarbeit die Dynamiken dieser Prozesse mit einer historischen Perspektive.

Revolutionen sind seit jeher ein Brennglas gesellschaftlicher Entwicklung, denn sie markieren Umbruchphasen und Kul­mi­na­ti­ons­punkte in der Geschichte. Doch neben politischen und sozialen Transformationen treiben sie auch Prozesse voran, die zu neuen Kommunikationsphänomenen sowie Veränderungen im öffentlichen Diskurs führen. Der Kommunikationswissenschaftler Michael Wild nimmt deshalb historische Wegpunkte zum Anlass, um die komplexe öffentliche Kommunikation innerhalb solcher Kontexte näher zu beschreiben und den zugrunde liegenden Wandel zu untersuchen.

Als theoretische Basis der Studie dient ein speziell entwickeltes kommunikationshistorisches Analyseinstrumentarium, anhand dessen die Themenkomplexe der Öffentlichkeit, Kommunikation und Revolution systematisch nachgezeichnet werden. Im empirischen Teil wird dieses Instrumentarium auf zwei Fallbeispiele der Revolutionen 1848/49 und 1918/19 in Bamberg übertragen, um die komplexe öffentliche Kommunikation in einer revolutionären Situation theoretisch einzuordnen.

prochazkaVertrauen in Journalismus unter Online-Bedingungen

Zum Einfluss von Personenmerkmalen, Qualitätswahrnehmungen und Nachrichtennutzung

Autor: Dr. Fabian Prochazka
Verlag: Springer VS
Erscheinungsjahr: 2020
ISBN: 978-3-658-30227-6

https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-30227-6

In Teilen der Bevölkerung erodiert das Vertrauen in journalistische Medien. Gleichzeitig verliert der Journalismus seine Rolle als Gatekeeper und tritt in Konkurrenz zu anderen Informationsanbietern im Internet. Fabian Prochazka untersucht theoretisch und empirisch, wie diese beiden Phänomene zusammenhängen und welche individuellen Faktoren Vertrauen bzw. Misstrauen in Journalismus erklären. In welchen gesellschaftlichen Milieus ist Vertrauen bzw. Misstrauen in den Journalismus besonders verbreitet und wie hängt es mit Personenmerkmalen zusammen? Welche Qualitätswahrnehmungen und Vorwürfe an den Journalismus stehen hinter einer vertrauensvollen oder misstrauischen Haltung? Beschädigt oder stärkt die gewandelte Informationsumgebung im Internet das Vertrauen in den Journalismus?

donbas  Donbas. 
  Europas
  vergessener
  Krieg

  Autor: Till Mayer
  Verlag: Erich Weiß
  Erscheinungsjahr: 2019
  ISBN: 
  978-3-940821-70-6

  https://erich-weiss-
  verlag.de/
  bildbaende/
  152-Donbas.html
.

Der Foto- und Reportageband dokumentiert ein Langzeitprojekt des Journalisten Till Mayer. Seit 2017 besuchte er mehrfach das Kampfgebiet und das Hinterland im Osten der Ukraine. Mit teils fast ikonographischen Schwarz-Weiß-Fotografien und einfühlsamen Texten beschreibt er das Leben der Kämpfer in den Schützengräben der Front – und den Alltag der Menschen, die in den Dörfern und Städten nur wenige Kilometer entfernt vom immer noch andauernden Kampfgeschehen leben.

scandalogy 2Scandalogy 2. Cultures ofScandals – Scandals in Culture.

Hrsg.: Haller, André/Michael, Hendrik
Verlag: Herbert von Halem
Erscheinungsjahr: 2019
ISBN: I978-3-86962-418-1

https://www.halem-verlag.de/scandalogy-2/

Mitte März 2018 skandalisierten Medien die Datenberatungsfirma Cambridge Analytica und den Milliardenkonzern Facebook wegen fragwürdiger Methoden, die während der Brexit-Kampagne und des US-Wahlkampfs 2016 Anwendung fanden. Die Affäre um die beiden Unternehmen machte deutlich, dass viele Skandalfälle nicht an Ländergrenzen Halt machen und je nach kulturellem Hintergrund unterschiedlich beurteilt werden. Der englischsprachige Band vereint auf 308 Seiten aktuellste Forschungsergebnisse internationaler Forscher zum Themenfeld ‚Skandale‘. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Skandalberichterstattung, etwa durch eine Langzeitstudie in Großbritannien oder durch eine Analyse der Berichterstattung über Spionage im Kalten Krieg in den USA. Andere Beiträge widmen sich Online-Skandalisierungformen wie dem sogenannten ‚Shit Storm‘.

Hadbuch Euro. KommunikationsgeschichteThe Handbook of European Communication History

Hrsg.: Arnold, Klaus/Preston, Paschal/Kinnebrock, Susanne
Verlag: Wiley Blackwell
Erscheinungsjahr: 2019
ISBN: 978-1-119-16162-2

https://www.wiley.com/en-us/The+Handbook+of+European+Communication+History-p-9781119161622

Das 520 Seiten umfassende Handbuch der Europäischen Kommunikationsgeschichte liefert eine kohärente transnationale Geschichte der Massenmedien, der öffentlichen Kommunikation und des Journalismus in Europa. Es umfasst die Zeit seit Entstehen echter Massenmedien Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Entwicklung des Internets im späten 20. Jahrhundert. Seine Beiträge untersuchen, wie Medieninnovationen und Veränderungen des Mediensystems in Zusammenhang stehen mit der Entwicklung von öffentlicher Kommunikation, ganzer Gesellschaften und Kultur in Europa. Um eine länderübergreifende Annäherung an Phänomene der europäischen Kommunikationsgeschichte zu gewährleisten, wurden die Kapitel von internationalen Teams verfasst. An den 25 Kapiteln des Handbuchs beteiligten sich insgesamt 79 Autorinnen und Autoren aus 24 verschiedenen Ländern. Die einzelnen Kapitel widmen sich gemeinsamen europäischen Medien- und Kommunikationsphänomenen wie beispielsweise Zensurtraditionen, der Etablierung jeweils neuer Massenmedien, wechselseitiger (Kriegs-) Propaganda, medialen Popularisierungsschüben, der Medienkontrolle in autoritären Regimen, dem öffentlichen Rundfunk, dem Umgang mit Minoritäten oder auch den Anfängen aktueller internationaler Medienkonzentration und des Internets.

Karlsbader Beschlüsse200 Jahre Karlsbader Beschlüsse. Zustandekommen, Inhalte, Folgen

Autor: Jürgen Wilke
Verlag: Edition Lumière
Erscheinungsjahr: 2019
ISBN: 978-3-948077-00-6

https://www.editionlumiere.de/wilke-karlsbad.html

Mit den Karlsbader Beschlüssen jährt sich 2019 zum zweihundertsten Mal ein für die deutsche Geschichte und insbesondere für die Ge­schichte des Journalismus und der Presse bedeutendes politisches Ereignis. Das Ergebnis der Ministerialkonferenzen vom 6. bis 31. August 1819 im böhmischen Karlsbad leitete im Deutschen Bund eine jahrzehntelange Phase der politischen und geistigen Repression ein. Damit verbinden sich zahllose höchst unerfreuliche Erfahrungen und gescheiterte Hoffnungen. Die Beschlüsse unterwarfen nicht nur die Presse wieder strikten Zensurmaßnahmen. Sie sorgten auch für eine Überwachung der Universitäten, etablierten ein Bespitzelungssystem und ermöglichten es dem Bund, mit einer Exekutionsordnung gegen Sonderwege einzelner Mitgliedsstaaten vorzugehen. Zudem sollte die Errichtung repräsentativ-demokratischer Verfassungen verhindert werden. Die Karlsbader Beschlüsse finden mit der hier vorgelegten Studie eine aktuelle Darstellung, welche das Ereignis – sein Zustandekommen, seine Inhalte und seine Folgen – für Öffentlichkeit und Wissenschaft vergegenwärtigt und für das so viel berufene ‚kollektive Gedächtnis‘ in Erinnerung bringt.

Marginalistik  Marginalistik.
  Almanach für
  Freunde
  fröhlicher 
  Wissenschaft.

  Hrsg.: Walter Hömberg
  Verlag: Allitera
  Erscheinungsjahr: 2019
  ISBN: 978-3-96233-179-5

  https://www.allitera-verlag.de
  /buch/marginalistik/

  Die Marginalistik ist ein inter- und 
  transdisziplinäres Forschungsfeld, das
  immer mehr Aufmerksamkeit findet. Sie
  betrachtet die Welt von den Rändern her.
  So rücken Personen, Probleme und
  Phänomene ins Zentrum, die bisher
  ignoriert wurden. Das Themenspektrum ist
  weit: Fakes in Lexika, Fernsehmüll und
  Skurrilitäten der Schul- und Bildungspolitik
  werden ebenso behandelt wie die Geheimnisse der Bestecksprache, das
  Anforderungsprofil für einen Hochzeitszeitungsredakteur und die Erfahrungen eines
  Grabredners.
  Der vorliegende, 264 Seiten umfassende Almanach setzt eine Tradition fort, die in
  der Aufklärungszeit begann. Er versucht, Nutzen und Vergnügen zu verbinden,
  und wendet sich an Freunde fröhlicher Wissenschaft.

grenzen eichstättZäune, Grenzen, Mauern: Einsteins 2019.

Das crossmediale Magazin der Eichstätter Journalistik

Autoren: Studierendengruppe der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt unter der Leitung von Friederike Herrmann
Erscheinungsjahr: 2019
https://journalistik.ku.de/einsteins-2019-erschienen/

Zwei Dörfer, fast in Rufweite, keinen Kilometer voneinander entfernt. Zwischen ihnen fließt die Werra, sie bildete hier die deutsch-deutsche Grenze. Lauchröden lag in der DDR, Herleshausen im Westen. Nachbarn, über Jahrhunderte verschwippt und verschwägert. Dann riss die deutsche Teilung die Region auseinander.
30 Jahre nach dem Mauerfall ist eine Gruppe Studierende an diese Grenze zwischen Hessen und Thüringen gefahren. Sie haben sich die Geschichten erzählen lassen: Von den Tagen nach der Grenzöffnung, von Chaos und Freudentaumel. Sie haben furchtbare Berichte von der gescheiterten Flucht gehört, aber auch listige vom gelungenen Ausbruch. Und sie haben erfahren, dass auch im Alltag der DDR nicht alles schlecht war, aber doch nicht in die neue Bundesrepublik gerettet werden konnte.
All diese Geschichten finden Sie in Ton, Bild und Text im crossmedialen Magazin Einsteins, produziert vom vierten Semester des Bachelors Journalistik der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Die Studierenden haben das Thema weitergedreht und berichten auch von Orten, in denen Zäune, Grenzen, Mauern auch heute noch das Leben bestimmen: Ob es nun die schützenden Mauern eines Klosters sind oder Grenzen, die trennen, wie in Nordirland, der Ukraine und Zypern.

Dunkle Reisen

Autor: Till Mayer
Verlag: Erich Weiß Verlag
Erscheinungsjahr: 2018
ISBN: 978-3-940821-65-2

Seit über 20 Jahren geht Till Mayer auf seine „Dunklen Reisen“. Rund 80 große Reportagen sind in der Zeit entstanden, zahlreiche Ausstellungen, mehrere Bücher. In seinem bislang persönlichsten, gibt er Auskunft über manche Hintergründe, auch über seine Gefühle auf seinen Recherchereisen. In 13 verschiedene Staaten – von Kolumbien bis Nepal, vom Südsudan bis nach Tschechien und immer wieder in die Ukraine – führen uns seine Berichte über menschliche Grenzsituationen. So löst Till Mayer ein, was von den Medien immer wieder gefordert wird: Nachhaltigkeit. Seine Bilder, seine Texte heben in der alltäglichen Berichterstattung Vernachlässigtes ins Bewusstsein, illustrieren das, was aus den Schreckensmeldungen von gestern heute wurde – und bleiben in Erinnerung. So bringen seine „Dunklen Reisen“ Licht in vielfach Verdrängtes oder Vergessenes.

Messrelationen. Geschichte und Biobibliographie der deutsch- und lateinischsprachigen „messentlichen“ Periodika von 1588 bis 1805

Autorin: Esther Beate-Körber
Herausgeber: Astrid Blome, Holger Böning und Michael Nagel
Verlag: edition lumière, Band 92-94 der Reihe "Presse und Geschichte – Neue Beiträge"
Bd.1: Geschichte der deutsch- und lateinischsprachigen „messentlichen“ Periodika von 1588 bis 1805, 381 Seiten.
Bde. 2 und 3: Biobibliographie der deutsch- und lateinischsprachigen „messentlichen“ Periodika von 1588 bis 1805, 832 und 750 Seiten.
Erscheinungsjahr: 2016-2018
ISBN: 978-3-943245-43-1, 978-3-943245-44-8 und 978-3-943245-45-5

Der erste Band des dreibändigen, insgesamt mehr als 1.800 Seiten umfassenden Grundlagenwerks bietet die auf Autopsie beruhende Geschichte des ersten periodisch erscheinenden gedruckten Nachrichten­me­diums in der Ge­schich­te der Mensch­heit, der von Messe zu Messe er­scheinenden Messrelationen. Deren Ziel war die Information der Leser über das Weltgeschehen. Die Messrelationen erfüllten diese Aufgabe trotz des Hinzutretens weiterer Medien wie der Zeitung mehr als zwei Jahrhunderte lang.

Die Bände 2 und 3 liefern eine vollständige Biobibliographie der deutsch- und lateinischsprachigen Mess­re­la­tio­nen vom ausgehenden 16. bis ins frühe 19. Jahrhundert. Dokumentiert sind alle Erscheinungsdaten, personalen und druck­ge­schichtlichen Aspekte.

Zudem werden detailliert und sorg­fältig auch die Nachrichtenhalte der Messrelationen sowie das Selbst­verständnis der Nach­richtenkompilatoren, Verleger und Drucker beschrieben, so dass hier eine bisher ver­mis­ste quellenbasierte Charakterisierung der früh­neuzeitlichen Nachrich­ten­ge­stal­tung und des Nachrichtenwesens entstanden ist.

FILMFIEBER. Deutsche Kinopublizistik 1917-1937

Autor: Patrick Rössler
Verlag: Universität Erfurt
Gebundene Ausgabe – 2017
ISBN-13: 978-3981893809

Der von der Universität Erfurt herausgegebene erlesen-luxuriös gestaltete Band ist parallel zur dortigen Ausstellung KUNST.ORT.KINO erschienen. Er präsentiert und dokumentiert in einem bisher nie dagewesenen Rahmen und einer Bilderfülle ohnegleichen das (frühe) deutsche Filmschrifttum und alle weiteren filmmedialen Druckerzeugnisse aus Filmwesen und -wirtschaft, Presse und Populärbereich. Über 2.500 (!) Reproduktionen in s/w und Farbe von Plakaten, Aushangphotos, Programmheften, Werbebroschüren, Prospekten, Verleihkatalogen, Starpostkarten, Autogrammen, Zeitschriften, Magazinen, Büchern, Kalendern und Sammelbilder-Alben lassen die Blütezeit des deutschen Kinos wiederauferstehen. Die einzelnen Abschnitte und Materialgruppen sind mit fachkundigen Erläuterungen und Kommentaren (auch zur Geschichte der Filmprogramm-Hefte) versehen, anschließende Bildergalerien ergänzen und vertiefen die Eindrücke der zu Papier gewordenen Leinwandbilder. Ein eigenes Kapitel ist der nun hundertjährigen UFA und dem ihr Erscheinungsbild und Filmangebot prägenden Werbe- und Publikationsmaterial gewidmet. Das im Untertitel genannte Abschlußjahr 1937 ist lediglich schwerpunktmäßig zu verstehen, denn es werden auch Objekte der Jahre danach bis Kriegsende gezeigt. Ein für jeden (Film-)Sammler oder Kinoenthusiasten jener Epoche unverzichtbares Bild- und Referenzwerk. Erschienen in limitierter Auflage von nur 950 Exemplaren.

Scandalogy: An Interdisciplinary Field

Hrsg: Dr. André Haller / Hendrik Michael / Martin Krause
Verlag: Herbert von Halem Verlag
Erscheinungsjahr: 2018
ISBN 978-3-86962-248-4

Die Enthüllung der Panama Papers im April 2016 machte erneut deutlich, welche globale Wirkmacht Skandale entfalten können. Skandale bringen Politiker zu Fall, stürzen Wirtschaftslenker und beenden Sportkarrieren. Sie kommen in jedem gesellschaftlichen Feld vor, führen zu enormer medialer Berichterstattung und zu einer lebhaften öffentlichen Diskussion über Werte und Normen – sie sind ein soziales Phänomen.
Als solches stellen Skandale sehr häufig auch einen Forschungsgegenstand unterschiedlicher Wissenschaften dar: Politikwissenschaftler analysieren zum Beispiel die Funktionsfähigkeit von politischen Regeln und Institutionen, die Kommunikationswissenschaft untersucht mögliche Wirkungen von Skandalberichterstattung und den Verlauf von Affären in unterschiedlichen Medien, in der Literaturwissenschaft werden Skandalautoren und ihr öffentliches Verhalten thematisiert, die Soziologie blickt auf den Geltungsbereich gesellschaftlicher Werte und Normen, die sich durch Skandaldiskurse verändern können.
Der Band Scandalogy vereint Beiträge internationaler Forscherinnen und Forscher zum Themenfeld ›Skandal‹. Er präsentiert sowohl empirische Studien als auch theoretische Erkenntnisse, die 2016 bei der 1st International Conference in Scandalogy an der Universität Bamberg präsentiert wurden. Die Bandbreite reicht von kommunikationswissenschaftlichen Studien bis hin zu literaturwissenschaftlichen Analysen. Die Vielzahl der Fächer, die sich mit dem sozialen Phänomen des Skandals beschäftigen, zeigt, dass ›Skandalogie‹ ein eigenständiger Forschungsbereich ist.

Nordkorea - eine Utopie?

Fotos von Werner Kohn mit einem Text von Rüdiger Frank
Erscheinungsjahr: 2018
Verlag: Erich-Weiß-Verlag
ISBN: 978-3-940821-59-1

Wenn es heutzutage selbst in Deutschland immer schwieriger wird der „Straßenfotografie“ nachzugehen – um wieviel schwieriger oder gar unmöglich ist es dann wohl in Nordkora?
Werner Kohn hat sich dieser Herausforderung gestellt und als Teilnehmer einer Gruppenreise 2012 unter „kontrollierter Fotografiemöglichkeit“ das Alltagsleben in zufälligen Situationen ohne Inszenierung festgehalten. Er zeigt ungezwungenes Leben und Arbeiten in der Öffentlichkeit – z.B. vom wochenendlichen Arbeitseinsatz der Büroangestellten in den Grünanlagen der Vorstädte oder von rastenden Bauern, Synchronisierungsübungen in Sportanlagen für Jugendliche, den Atelierfabriken für Künstlern und vieles mehr.
Auch die überdeutlichen Zeichen der Verehrung der Führungsriege wird jenseits affirmativer Darstellung fotografiert. In der Gesamtschau ergibt sich ein Bild jenseits der oft in den Medien und offiziellen Verlautbarungen formulierten Einseitigkeit. Es existieren sowohl Kontrolle und alltägliche Harmlosigkeit nebeneinander.

De-/Konstruktionen der RAF im Post-2000-Kino - Filmische Erinnerungsarbeit an einem Mythos

Autorin: Corina Erk
Verlag: Wilhelm Fink Verlag
Erscheinungsjahr 2017, 673 Seiten, 488 s/w Abb., kart.
ISBN: 978-3-7705-6119-3

Von Anfang an besteht eine Verbindung zwischen dem Terrorismus der "Rote Armee Fraktion" (RAF), seinen Protagonisten und dem Kino. Mit dem Omnibusfilm "Deutschland im Herbst" (1977 von Rainer Werner Fassbinder, Alexander Kluge, Volker Schlöndorff und acht weiteren Redakteuren gedreht) begann noch im Jahr des Höhepunkts der RAF deren filmische Rezeption.
Seit dieser Zeit hat sich das Kino dem RAF-Terrorismus als einer der Wegmarken deutscher Geschichte in extenso gewidmet, vor allem mit Blick auf den RAF-Erinnerungsdiskurs sowie den Mythos RAF. Mit Beginn der 1970er Jahre hat der RAF-Film daher eine Entwicklung durchlaufen; so erweist er sich nunmehr insbesondere seit der Jahrtausendwende als ausdifferenziertes Feld zeitgeschichtlich-biografischer ("Der Baader-Meinhof-Komplex", "Die Stille nach dem Schuss", "Wer wenn nicht wir") und popkultureller ("Baader", "The Raspberry Reich") Filme sowie filmischer Familiennarrative der Jetzt-Zeit ("Das Wochenende", "Die innere Sicherheit", "Es kommt der Tag", "Schattenwelt").

Die Medienwissenschaftlerin Corina Erk (Universität Bamberg) analyisiert in ihrer Doktorarbeit wie mittels des Mediums des (teildokumentarischen) Spielfilm gesellschaftliche "Erinnerungsarbeit" geleistet werden kann.

„Die Rezension. Aktuelle Tendenzen der Literaturkritik"

Hrsg.: Bartl, Andrea / Behmer, Markus
Verlag: Verlag Königshausen & Neumann GmbH
Erscheinungsjahr: 2017
ISBN: 978-3-8260-6053-3

Rezensentenschelte gibt es so lange, wie es Rezensionen gibt. Michael Ende etwa verzerrte Marcel Reich-Ranicki zum monströsmiesepetrigen „Büchernörgele“ oder Hans-Magnus Enzensberger sah die belletristischen Buchbesprecher auf die ökonomisch fixierte Rollevon Zirkulationsagenten reduziert. „Die Kritik ist tot“, war gar vor rund 50 Jahren im „Kursbuch“ zu lesen. Und heute? Abgesehen von gelegentlichen Skandälchen fristet die Literaturkritik eher ein Nischendasein in Fernsehen wie Hörfunk und die Anzahl der Literaturbesprechungenist in den großen Zeitungsfeuilletons stark zurückgegangen. Krise also der etablierten Kritik – während gleichzeitig im Netz mehr Buchbesprechungen zu finden sind als je zuvor? Oft sind es Laien, die (etwa bei Online-Versandhändlern) Bücher bewerten oder auf Literatur-Blogs Lektüretipps bieten – von Lesern für Leser. Bei vielen Buchempfehlungen in neuen Foren verschwimmt gar die Grenze zu PR und Marketing.
Wo steht das Rezensionswesen heute? Literatur- und Kommunikationswissen-schaftlerinnen und -wissenschaftler liefern knappe Bestandsaufnahmen und fokussierte Detailanalysen; Kritiker, Autorinnen und Vertreterinnen des Buchhandels werfen Schlaglichter auf ihre Branchen.
So bietet der Band (mit 19 Aufsätzen) ein Panoptikum zum Themenfeld „Buchkritik heute“ – keine vorschnelle Bestandsaufnahme, sondern spannende Einblicke in eine lebendige Szene im Wandel.

barriere:zonen

Autor: Till Mayer
Verlag: Erich-Weiss-Verlag
72 S., 54 Abb., 21 x 26 cm, geb.
ISBN: 978-3-940821-43-0

Phongsavath Manithong tanzt, Nour al Batran fährt auf einem TucTuc, Boniface Kapindo vergrößert einen Verkaufsstand. Alltagsdinge hält Till Mayer auf seinen Fotos, in seinen Texten fest – Aktivitäten, die alles andere als alltäglich sind. Phongsavath ist blind, hat beide Hände verloren, Nour sitzt im Rollstuhl, Boniface hat keine Beine mehr. Sie leben in Laos, in Gaza, in Uganda. In Krisengebieten. Ständig stoßen sie an Grenzen.

Till Mayer ist ein Grenzgänger. In seinem Berufsalltag ist er Lokaljournalist in der oberfränkischen Kleinstadt Lichtenfels. In seiner Freizeit, vier- oder auch fünfmal pro Jahr, reist er auf die Philippinen, nach Nepal oder Vietnam, in Flüchtlingslager im Libanon, in den Kongo oder in die Ukraine. Bilder bringt er mit und Geschichten, die er zu Reportagen verdichtet und bei Spiegel online publiziert. Bilder und Geschichten, die er zu Ausstellungen wie der hier dokumentierten zusammenstellt.

Immer steht der Mensch, stehen Einzelschicksale im Mittelpunkt, die politische Dramen und nationale Tragödien, humane Katastrophen und inhumane Grausamkeiten exemplarisch verdeutlichen. Schwarz-Weiß-Aufnahmen illustrieren kunterbuntes Chaos, ruhige Porträts aus einer Welt in Unruhe. Kollektive Dramen erhalten so ein individuelles Antlitz.

Sehr nah geht Till Mayer heran an die Menschen – doch nie tritt er ihnen zu nahe. Nicht als Opfer zeigt er sie, nicht als Objekte der Fürsorge, sondern als aktive Individuen, die unter schwersten Bedingungen ihr Leben zu gestalten suchen. Bewusst subjektiv ist sein Blick, sind seine Bilder, seine Berichte, die uns, den Betrachtern, Teilnahme ermöglichen – nicht Mitleid, sondern Empathie.

Der vorliegende Band dokumentiert bereits die zwölfte Ausstellung von Till Mayer. Um Randgruppen in Osteuropa, um Überlebende von Nazigreuel und Stalinterror in der Westukraine, um die Spätfolgen von Kriegen in Vietnam, Bosnien oder Ruanda, um die Folgen des Erdbebens im iranischen Bam gingen die vorangegangenen beispielsweise. Landauf, landab wurden und werden sie gezeigt, in Rathäusern, Bibliotheken, an Universitäten und Schulen und selbst bei den Vereinten Nationen in Genf und New York.